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niô - Selbstdarstellung

niô versteht sich als künstliches Produkt, als Label, das vom Ausgangspunkt Materialtheater spartenübergreifend je nach Produktion Inhalte schwerpunktmäßig mittels unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen darstellt.

Durch die bildnerischen Wurzeln im Materialtheater hat in der konzeptionellen Vorarbeit auch der menschliche Körper Materialstatus.

In der ersten Probenphase wird dieses Konzept dann dramatisch umgesetzt, wobei ein bewusst konstruierender schauspieltechnischer Zugang sich an der Brechtschen Arbeitsweise orientiert und Bilder über Hilfstätigkeiten erarbeitet.

Dabei wird ein Interpretationsspielraum rund um die Figuren vom Text befreit und der analysierte Rhythmus der Figuren in den neuen Kontext eingepasst.

Ästhetisch stark beeinflusst wird diese Bilderarbeit durch das pure oder rituelle Theater eines Antonin Artaud bzw. Jerzy Grotowski und durch das japanischen Tanztheater (Butoh). Deren Konzepte, weder belehrend noch unterhaltend, sondern auf Offenbarung der Existenz gerichtet. Es ist ein totales Theater unter Verzicht auf äußere Mittel.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile

niô versteht sich als Kollektiv.

Die künstlerische Arbeit lässt sich dadurch nicht im Sinne des klassischen Sprechtheaters auf einzelne FunktionsträgerInnen (Regie, Schauspiel, Dramaturgie, etc.) aufteilen, sondern hängt von der jeweiligen Produktion ab.

 


RHMRbiografische Notizen

Richard Hartenberger geboren 1972 in Wien;
Figurentheater Lilarum (Puppenspiel, Dramaturgie, Ausstattung);
Burgtheater (Regiehospitanz);
auf Grund/Schikaneder (Produktion, Ausstattung);
niô seit 1999.

Michaela Rischka geboren 1969 in Wien; zwischen 1988 und 2000 Engagements bei verschiedene Figuren- und Kindertheatergruppen;
Parallel dazu private Schauspielausbildung und eine Vielzahl an Tanz- und Bewegungsworkshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten (u.a. bei Rosalia Chladek und Carlotta Ikeda);
seit 1999 niô – Produktionen.